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Laufende Forschungsprojekte im SfG

Das Seminar für Genossenschaftswesen an der Universität Köln (SfG) verfolgt seit seiner Gründung einen inter-disziplinären Forschungsansatz, der sich auf eine Vielfalt vertretener wissenschaftlicher Ansätze gründet. Morphologisch-typologische, geschichtlich orientierte, empirische, entscheidungslogische und spieltheoretische Genossenschaftsforschung wurde und wird am Seminar betrieben. Dieser in Jahrzehnten gewachsene methodologischer und methodischer Pluralismus hat sich ertragreich in der Genossenschaftswissenschaft niedergeschlagen.

Für die finanzielle und ideelle Unterstützung sei dem Verein zur Förderung der genossenschaftswissenschaftlichen Forschung an der Universität zu Köln (FgF) gedankt.

Potenziale und Hemmnisse von unternehmerischen Aktivitäten in der Rechtsform der Genossenschaft

Die Studie identifiziert genossenschaftliche Gründungspotenziale, indem sie aufzeigt, für welche Problemlagen die Rechtsform der eingetragenen Genossenschaft (eG) Lösungspotenziale bietet und weshalb sie gegebenenfalls bislang unrealisiert geblieben sind. Berücksichtigt werden dabei in besonderem Maße die Auswirkungen der Novelle des Genossenschaftsgesetzes von 2006. Zudem wird untersucht, wie die Attraktivität der eG in Zukunft weiter erhöht werden kann, ob die Gründung von Genossenschaften erleichtert bzw. vereinfacht und ob etwaige Benachteiligungen der eG gegenüber anderen Rechtsformen beseitigt werden können. Vor diesem Hintergrund erfolgt eine Einschätzung zur Eignung der vorrangig mit Blick auf diese Ziele entworfenen Kooperationsgesellschaft (haftungsbeschränkt).

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Projektteam: Dr. Johannes Blome-Drees, Dipl.-Vw. Philipp Degens, Dipl.-Reg.Wiss. Clemens Schimmele
Projektpartner: Kienbaum Management Consultants GmbH
Laufzeit: Jan 2014 - Okt 2014
Finanzierung: Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie

Aktionsforschungen zur Erstellung von Förderbilanzen in Bankgenossenschaften

Die Erstellung einer genossenschaftlichen Förderbilanz wird seit über drei Jahrzehnten in der Genossenschaftswissenschaft als wichtiges Kommunikations- sowie Informationsinstrument und darüber hinaus als Instrument der strategischen Führung der Genossenschaften thematisiert. Die Operationalisierung des genossenschaftlichen Förderauftrages, die Suche nach geeigneten Beurteilungskriterien für die Förderung der Mitglieder sowie die Erstellung eines Förderplans in Zusammenarbeit mit den Mitgliedern wird eher selten in der Praxis als Problem erkannt und noch seltener angegangen. [mehr]

Projektteam: Dr. Johannes Blome-Drees, Dr. Ingrid Schmale
Projektpartner: VR-Bank Nordeifel eG, Raiffeisenbank Main-Spessart eG
Laufzeit: seit 2012
Finanzierung: teilnehmende Primärgenossenschaften / Projektpartner

Stärkung regionalen Wirtschaftens durch genossenschaftlich verfasste Regionalgelder – eine vergleichende Analyse von Komplementärwährungen

Nicht zuletzt vor dem Hintergrund der gegenwärtigen Finanzkrise werden alternative Geldformen wieder vermehrt diskutiert. Das Dissertationsprojekt befasst sich vor diesem Hintergrund mit Möglichkeiten und Grenzen regionaler Komplementärwährungen. Diese werden einerseits als spezifische Geldformen, andererseits als lokale Organisationen aufgefasst. Das Projekt liefert eine qualitativ vergleichende Analyse ausgewählter Fallbeispiele aus Großbritannien und dem deutschsprachigen Raum. [mehr]

Projektleitung: Dipl.-Vw. Philipp Degens
Laufzeit: 2013 - 2015
Finanzierung: Forschungsstipendium des Vereins zur Förderung der genossenschaftswissenschaftlichen Forschung an der Universität zu Köln e.V.

Zur Wettbewerbsfähigkeit selbstverwalteter Betriebe

In der Vergangenheit beschränkte sich die Forschung zu Produktivgenossenschaften (PG) weitgehend auf die Frage, ob diese Unternehmensform (effizient) funktionieren kann. Die ausschließlich aus dem Blickwinkel eines reinen Ökonomen orientierten Beiträge, die das Gros der bestehenden Literatur ausmachen, neigen deutlich zu einer negativen Beantwortung dieser Frage. Demgegenüber hat die quantitative Empirie diesen Befund inzwischen überzeugend revidiert und gezeigt, dass PG in Marktwirtschaften ebenso stabil funktionieren wie konventionelle Unternehmen. [mehr]

Projektleitung: Dipl.-Reg.Wiss. Clemens Schimmele
Finanzierung: Anschubfinanzierung durch ein Forschungsstipendium des Vereins zur Förderung der genossenschaftswissenschaftlichen Forschung an der Universität zu Köln e.V.